Akita Inu

Der Akita Inu ist eine japanische Hunderasse und eine der ältesten weltweit. Dieser japanische Spitz wurde vor 1999 in zwei verschiedenen Erscheinungsformen gezüchtet; seit 1999 ist die Rasse von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) in zwei verschiedene Rassen aufgeteilt worden, nämlich den American Akita und den japanischen Typ namens “Akita”. Der Zusatz “Inu” (was auf japanisch schlicht “Hund” bedeutet) entfällt eigentlich bei der Rassebezeichnung.

Die Rasse und ihre Herkunft

Der Name leitet sich von der Präfektur Akita im Norden der japanischen Hauptinsel Honschu ab. Ob die Rasse dort entstanden oder mit Einwanderern aus dem hohen Norden nach Japan gekommen ist – darüber gehen die Expertenmeinungen auseinander. Auf alle Fälle gibt es Skelettfunde, die vermuten lassen, dass es bereits vor 5000 Jahren Hunde mit ähnlichem Erscheinungsbild gegeben haben muss. Bildliche Darstellungen mit den typischen Merkmalen (über dem Rücken geringelter Schwanz, leicht nach vorn geneigte Stehohren) gibt es in Form von tönernen Grabbeigaben aus dem 2. Jahrhundert vor Chr.

Verwendet wurde der Akita Inu vor allem für die Jagd.

Ein wohlerzogener Akita Inu ist mit seinem grundsätzlich gelassen-freundlichen Wesen durchaus als Familienhund geeignet.

Ein wohlerzogener Akita Inu ist durchaus als Familienhund geeignet.

Neue molekulargenetische Untersuchungen haben außerdem ergeben, dass der Akita wesentlich enger mit dem Wolf verwandt ist als unsere europäischen Gebrauchshunderassen, was sich im äußeren Erscheinungsbild, vor allem aber im Charakter zeigt.

Rassetypisches Aussehen

Der Akita Inu ist mit einer Widerristhöhe von durchschnittlich 60 bis 80 cm und einem Gewicht zwischen 35 und 40 Kilogramm wesentlich größer als der ansonsten ähnlich aussehende Shiba Inu (Widerristhöhe im Schnitt 35-40cm, durchschnittliches Gewicht 8-10 Kilogramm). Beiden gemeinsam ist, dass es sich um jahrtausendealte Urhunderassen handelt, die für die Jagd abgerichtet wurden (der Shiba vor allem auf Vögel).

Auch die Fellfarbvarianten sind ähnlich:

Sie reichen von rot, lohfarben, schwarz und weiß bis zu Mischformen wie Sesam (gleichmäßige Mischung aus schwarzem und weißem Deckhaar). “Urajiro” nennt man die erforderliche rassetypische weißliche Färbung der Gliedmaßen, des Unterkörpers, der Kehle und der Backen.

Charakter und Haltung

Der Akita Inu ist auch im Verhalten dem Wolf recht ähnlich; er kann ein ausgeprägtes Dominanzverhalten an den Tag legen, ist dabei aber nicht grundsätzlich aggressiv. Er braucht eine liebevoll-konsequente Erziehung; man muss sich sein Vertrauen erst einmal verdienen, dann ist er ein treuer und zuverlässiger Begleiter. Fremden gegenüber übt er zunächst vornehme Zurückhaltung, und auch an Sozialkontakten mit anderen Hunden ist er nicht übermäßig interessiert. Oft kann man beobachten, dass sich Akita Inu abseits von einer spielenden Hundemeute als gelassene Beobachter postieren.

Als Beutegreifer braucht der Akita Inu relativ viel Bewegung, allerdings schnüffelt er dabei auch gerne, was ihn nicht gerade für Ausflüge mit dem Fahrrad prädestiniert wie ausgesprochene Rennhunderassen.

Weder der Shiba Inu noch der Akita (dieser schon allein seiner Größe wegen) sind aufgrund ihres etwas eigensinnigen Charakters etwas für blutige Hunde-Anfänger – allerdings ist ein wohlerzogener Akita Inu mit seinem grundsätzlich gelassen-freundlichen Wesen durchaus als Familienhund geeignet.

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